Eröffnungsfestival
Bühnen im Haus der Statistik

26. - 30. AUGUST 2020

NIE THEATER

Am Alexanderplatz gibt es Primark, Tchibo, Saturn, Galeria Kaufhof und jetzt auch ein Theater.
Die Bühnen der Statistik bespielen das Haus der Statistik von innen und außen. Sie sind ein Provisorium, und damit ein Widerspruch.
Unter dem Spielzeitmotto Public Solutions 2020 werden die Bühnen der Statistik zu Dienstleistenden für die Öffentlichkeit bzw. zum öffentlich Dienstleistenden.


Das Theater beschäftigt sich traditionell mit der Zeitspanne vom Konflikt zur Lösung.
Die Bühnen der Statistik treten an, um schnelle und unkomplizierte Lösungen für die Konflikte bereitzustellen, die sich lösen lassen, um jene Konflikte herauszustellen, die keine einfachen Lösungen haben.

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WIEDERAUFNAHME
30.08.

GOTHLAND

Der Tod ist ein Irrtum. Das Fernsehen stirbt ihn am längsten in der Wiederholung. Jeder pflegt auf unzähligen Kanälen seine Langeweile. Es braucht wieder einen Ort, als Treffpunkt für die einzig wahre Zerstreuung.
Das ist die SHOW! ...

MEHR INFOS

PREMIERE
16. / 22. / 23. / 29.08.

DIE HAmLetMAschine

Die Hoffnung: Der blutigen Luft einen Atemzug abzuringen. Ein Schimmern von Möglichkeit irgendwo zwischen Desinteresse, Belustigung und existenziellem Einsatz der Lebenssäfte ...

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WIEDERAUFNAHME
31.07. // 01.08. // 28.08

MARK MACHT THEATER

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PREMIERE 26.08.

TAKE ME BACK TO RHINO TOWN

Ein Lauer Sommerabend im Alarm Ministerium ...

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MARK MACHT THEATER
31.07. // 01.08. // 28.08

EINLASS: 21.30 // BEGINN: 21.45
KARTEN: KONTAKT (AT) NIE.ZONE
IM HAUS DER STATISTIK, HAUS A
Es spielen: Paul Boche, Julius Böhm, Andrew Clarke, Marie Mai, Vincent Kadus und Thea Rasche // Text & Regie: Hannah Rumstedt // Bühne: Jakob Gerber & Hannah Rumstedt // Kostüme: Die Stadtmission // Tonmischung: Jakob Gerber // Licht: Christoph Reinhardt

Willkommen in der Splitter Metropole, das NIE THEATER lädt ein! Erleben Sie, meine Damen und Herren, einen exklusiven Abend mit Mark. Wo der Mark ist, wird die Maschine in Gang gesetzt.
Sie kennen Mark nicht? Oh, ich denke doch. Und wie Sie den kennen! Mein lieber Scholli, da geht mir fast die Luft aus bei diesem Angebot an Freiheit.
Deren Auswüchse eine allumfassende Bildgier nach sich zieht. Diese Freiheit pumpt und pumpt…
War es im letzten Jahrhundert die Spur der Steine, wurde diese abgelöst durch die Spur der Bilder. Das ständige Sehen macht kurzsichtig; Geschichte verschwimmt. Information als Deformation als Imitation des Ichs.
Dabei sind die Bestätigungsfelder längst bestellt, durch eine Ordnung, die sich allem entzieht. Auch der Zukunft, die nur mehr den Katastrophen gehört. Und in der Mitte unserer Inseln, harren die Maschinen. Haptische Angelegenheiten inmitten lauter Ichs.
Doch wer ist das,? ruft die Stimme aus der blindgegangenen Wunderlampe Europa.

„Ist das Arbeit, was Sie da machen?“ Da fällt einem der Gedanke gar nicht schwer: Arbeit am Individuum, das ist ja auch nur eine Form von Überleben in scheinbarer Bedeutungslosigkeit. Und selbst die hat so viele Formen angenommen. Die Weigerung ist eine davon. Nebenbei erwacht irgendwo das Gewissen in der schlecht beschnittenen Freizeit.
Zwischen dem Schrei der Maschine. In der Stille. Dem Regen. Dem Fleisch. Da ruft Jemand: „Die beste Methode, um Informationen zu bekommen ist die, selbst welche zu geben."
Nachdem der Feierabend mit dem Wachstum starb. Es gibt ihn nicht mehr. Nein, es ist nicht einmal mehr eine Variable.
Ich. Das sind Wir. Das ist und bleibt.
So einfach nachzugeben, wäre ein Irrtum wie der Tod. Erleben Sie, meine Damen, meine Herren einen exklusiven Abend! Erleben Sie ihn und seien Sie ja nicht betroffen. Denn betroffen sind wir schon genug. Sehen Sie:
Den Mark in Aktion.

TAKE ME BACK 
TO RHINOTOWN
$$ PREMIERE 26.08.

EINLASS: 19.00 // BEGINN: 19.30
KARTEN: KONTAKT (AT) NIE.ZONE
IM HAUS DER STATISTIK, IM SAAL
Es spielen: Paul Boche, Yelikha Marie Camara, ANdrew ClaRKE, FLORIAN DENK, GRACE LAUER, vincent kadus, David Heim, thea rasche, hannah rumstedt, Jonathan Siegfried Frisch, Katharina Tönsmann // TEXT & Regie: Jakob Gerber // Kostüm: Elice Hoffmann // MUsiK: RAOUL KAMINICZNY

"Es war spätabends, als ich ankam. Das Dorf lag in tiefem Dunst.
Vom Ministerium war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben es, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Gebäude an.
ange stand ich auf der Holzbrücke, die vom Bahnhof zum Dorf führte, und blickte in die scheinbare Leere empor.
Ich trug ein blaues Kostüm, blaue Schuhe und eine blaue Mütze, sah also umwerfend aus und war nüchtern. Beste Vorraussetzungen, um eine Reise in die Vergangenheit anzutreten.
Ich ging, mir ein Nachtlager suchen. Im Wirtshaus war man noch wach..."

DIE HAMLETMASCHINE
$$ PREMIERE 16. / 22. / 23. / 29.08.

EINLASS: 19.00 // BEGINN: 19.30
KARTEN: KONTAKT (AT) NIE.ZONE
IM HAUS DER STATISTIK ‍
Es spielen: Stephanie Amarell & Julius Böhm // Bühnenbild und Kostüm: Sarah Wolters // Regie: Henry Schlage

Die Hamletmaschine zeigt sich als ein Ort, an dem Atmen und Töten gleichbedeutend sind. Dieser Ort, an dem die Dialektik der Gewalt alles zu verschlingen scheint, wird von zwei letzten Menschen in einem immer wieder zu vollziehendem Ritual auf seine Risse und Öffnungen hin untersucht.
Eine stotternde Beschwörungsformel, eine stolpernde Suche nach Orientierung im Innenraum der Maschine. Die Hoffnung: Der blutigen Luft einen Atemzug abzuringen. Ein Schimmern von Möglichkeit irgendwo zwischen Desinteresse, Belustigung und existenziellem Einsatz der Lebenssäfte.
Zwischen dem Wunsch nach Maschine und Mensch.Die Spielenden, mal Zeremonienmeister -und Meisterinnen, mal gebeutelte Objekte des Rituals, werden immer wieder vor die Frage gestellt:
Spreche und stolpere ich weiter, oder gehe ich nach Hause? Und: Woher kommt immer das ganze Blut im Raum? Und ist der „Engel mit dem Kopf im Nacken“ der Engel der Geschichte, oder hat er sich das Genick gebrochen, im Sturz von einer Bierbank? Während sie sich, zwischen zwei Schlägen des ewigen Gongs, in Wäldern aus baumelden Leichenbeinen verirren, Kopfstand üben und Mütter zunähen wird es vielleicht deutlich werden warum die Madonna Brustkrebs hat.

GOTHLAND
(o. fatale Strukturen der Dummheit)
am 30.08.20

EINLASS: 18.00 // BEGINN: 18.30
KARTEN: KONTAKT (AT) NIE.ZONE
IM HAUS DER STATISTIK, IM SAAL
Es spielen: Andrew Clarke, Hannah Rumstedt, Paul Boche, Vincent Kadus, Elena Marschenko, Maxim Michaelis und Niels Willberg // Bühne: Isabelle Siegrist // Licht: Johanna Biallas // Text: Christian Dietrich Grabbe // Textbearbeitung: Christoph Reinhardt // Produktion: Jakob Gerber

Der Tod ist ein Irrtum. Das Fernsehen stirbt ihn am längsten in der Wiederholung. Jeder pflegt auf unzähligen Kanälen seine Langeweile.
Es braucht wieder einen Ort, als Treffpunkt für die einzig wahre Zerstreuung. Das ist die SHOW!
Ein Teppich, ein Studio, den Vormärz, Gäste und bunte Melodien. Das sind die Zutaten für die tausendjährige Late Night. The SHOW is never ending! Dem M.A.R.K. sei Dank.
Wenn die Gemeinnützigkeit ihr Ende findet, steigt die Zwischennutzung zur Routine auf. Da wird nichts geschnitten, auch keine Fehler, sonst wäre die SHOW ja leer. Wir gehen live… Im Grindmodus aus der Uckermark, hinein die Ruinen von Notre Dame.

Wir gehen live in 3... Bedenken Sie: Showmaster ist ein Beruf, Ein Beruf ein Beruf, den der Teufel schuf.
... 2 ... 1!

KONTAKT

KONTAKT @ NIE.ZONE
BÜHNEN IM HAUS DER STATISTIK e.V.
Karl-Marx-Allee 1
10178 Berlin